Landschaftspflegeverband
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1. Platz in Sachsen

Fam. Wolfgang Dörner 
Rosenthal-Bielatal

Artenreiche Hangwiese im Bielatal

Die Wiese hinter dem Haus von Familie Dörner liegt westexponiert am Hang am Ortseingang von Bielatal. Sie ist ausgesprochen artenreich und beherbergt insgesamt 61 Pflanzenarten eher nährstoffarmer frischer bis trockener Wiesen. Sie wird dominiert von niedrigen Gräsern, Wiesen-Margeriten, Glockenblumen und Rauem Löwenzahn. Durch die niedrige Vegetation kommt viel Licht bis auf den Boden, was vielen selteneren Wiesenpflanzen ein Überleben ermöglicht. Als heute seltene Art ist das Zittergras reichlich vorhanden. Als weitere seltene Arten nährstoffärmerer Wiesen kommen Hohe Schlüsselblume, Körnchen-Steinbrech und Gewöhnlicher Thymian, aber auch Flaumiger Wiesenhafer und Wiesen-Kammgras vor. Die Wiese wird nach dem ersten Blühaspekt gemäht. Besondere Bedeutung als Nektarspender für Insekten haben die beiden Glockenblumen-Arten, Acker-Witwenblume, Rauer Löwenzahn, die Klee- und Wicken-Arten und der Hornklee.

2. Platz in Sachsen

Mirko Heymann
Bad Gottleuba-Berggießhübel

Pechnelkenhang in Hennersbach

Die Hangwiese befindet sich hinter dem Haus von Familie Heymann in Hennersbach Sie ist mit insgesamt 70 Arten sehr artenreich. Optisch besonders prägend sind die vielen Pechnelken. Auf kleinen Bereichen mit offenem Boden kommen einjährige Arten wie Acker-Schmalwand, Frühlings-Hungerblümchen und das kleine hübsche Hügel-Vergissmeinnicht vor. Diese Offenbodenbereiche sind wichtige Nistplätze verschiedener Wildbienen. Auf überwiegend trockene Bedingungen weisen neben der Pechnelke Gewöhnlicher Thymian, Kleines Mausohrhabichtskraut, Kleine Bibernelle, die seltene Kriechende Hauhechel und die sukkulenten Große Fetthenne und milder Mauerpfeffer hin. Einige Bereich wurden in der Vergangenheit mit einer Wiesenmischung ausgesät. Die schönen Pflanzenarten Wiesen-Salbei, Saat-Esparsette und Kleiner Wiesenknopf kommen bei uns normalerweise nicht oder sehr selten vor und entstammen wohl dieser Ansaat.

3. Platz in Sachsen

Jeannette Frei
Sebnitz OT Saupsdorf

Steile Hangwiese in Saupsdorf

Die Wiese liegt an einem ostexponierten steilen Hang am Rand von Saupsdorf. Sie ist mit 55 Pflanzenarten artenreich und enthält neben einigen Pflanzen mäßig nährstoffreicher Wiesen auch Arten magerer Wiesen wie Gewöhnliches Ruchgras, Wiesen-Kammgras und Große Wiesenmargerite. Das seltene Zittergras kommt in größeren Beständen vor. Besonders auffällig und schön sind die vielen roten Pechnelken im Kontrast zu weißen Margeriten und blauen Glockenblumen. Viele der attraktiv blühenden Kräuter sind gleichzeitig wichtige Nektarpflanzen für verschiedene Insekten. Als farbenfrohe blütenreiche Wiese stellt sie einen schönen Kontrast zu heutigen einfarbig grünen Intensivwiesen dar.

 

1. Platz in Böhmen

Jitka Flachsová

Trockene und mesophile Wiese in Hoštice nad Labem (Děčín)

Mesophile bis trockenere Wiese in Hanglage mit langzeitiger Pflege weist örtlich vielfältige, für magere Glatthaferwiesen typische Struktur auf. Auf blütenreichen Flächen sind Wiesen-Margeriten, Glockenblumen, Wiesen-Platterbse, Hornklee vertreten. Als attraktive Pflanzen für typische Wiesenfauna (Bienen, Heu- und Kurzfühlerschrecken, sowie Schmetterlinge) ergänzen diese Mosaik auch seltenere Grasarten wie Wiesenhafer, Zittergrass oder Fiederzwenke.

2. Platz in Böhmen

Společnost / Gesellschaft Nobilis Tilia, Krásná Lípa

Mesophile Wiese in Vlčí Hora (Krásná Lípa)

Schwingel-Wiese mit überwiegenden Gräsern (Straußgras, Wiesen-Fuchsschwanz, Wiesen- und Rot-Schwingel, Knaulgras) und einer Reihe zweikeimblättriger Pflanzenarten, welche eine für Insekten wichtiges Ensemble bilden, wie z.B.: Wiesen-Schaumkraut, Rundblättrige Glockenblume, Labkraut, Hornklee, Johanniskraut oder Sumpf-Kratzdistel.

3. Platz in Böhmen

Ing. Aleš Kubica

Mesophile Wiese in Kamenná Horka, OT Krásná Lípa

Kleinflächige Wiese, örtlich ästhetisch vielfältig durch Margeriten, Gamander-Ehrenpreis, Wiesen-Sauerampfer, Johanniskraut und weiteren früher auf Weisen häufig vorkommenden Arten.

Preisträger 2021

Im letzten Jahr musste das Bergwiesenfest coronabedingt leider ausfallen.  In diesem Jahr konnte es zur Freude aller wieder stattfinden. Der Höhepunkt des 17. Bergwiesenfest am 19.09.2021 in Königstein-Ebenheit war die Prämierung der schönsten Bergwiesen in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz. Das Foto zeigt von links nach rechts obere Reihe: Ronny Goldberg (Nationalpark Sächsische Schweiz), Petr Bauer (Nationalpark Böhmische Schweiz), Jitka Flachsová (1. Preis CZ), Wolfgang Dörner (1. Preis D), Landrat Michael Geisler, Cordula Jost (Landschaftspflegeverband) und von links nach rechts untere Reihe: Hanspeter Mayr (Moderation), Mirko Heymann (2. Preis D), Ing. Veronika Mertlova (2. Preis CZ), Jeanette Frei (3. Preis D), Ing. Aleš Kubica (3. Preis CZ), Jitka Pollakis (Übersetzung tschechisch-deutsch).

Preisträger 2021 bei der Urkundenübergabe: