Landschaftspflegeverband
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Natur(a) 2000 magisch

Führung durch das Natur- und Wanderparadies Gimmlitztal

 

Am Samstag, 15.06.2019 nahmen 20 naturbegeisterte Wanderer an einer Führung in das Gimmlitztal, nahe Frauenstein teil und genossen damit ein besonderes Naturerlebnis.

Im wildromantischen Gimmlitztal ziehen sich entlang des munter fließenden Bächleins, artenreiche Berg- und Feuchtwiesen dahin. Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten haben hier noch ihren Lebensraum. Im Oberlauf der Gimmlitz sind einzigartige kalkbeeinflusste Wiesen und Niedermoore erhalten geblieben. Dunkle Fichtenwälder und lockere Auwälder rahmen das Tal ein. Das Gimmlitztal gehört mit einer Fläche von 218 ha als so genanntes FFH-Gebiet zum europaweiten Schutzgebietssystem „Natura 2000“.

Ines Thume vom LPV Sächsische Schweiz-Osterzgebirge e.V. begrüßte die Teilnehmer und informierte zu Beginn zu Natura 2000, den Lebensraumtypen im Tal und zur dringend notwendigen, regelmäßigen Pflege der Grünlandbereiche. Herr Dr. Knauthe vom Förder- und Naturverein Oberes Gimmlitztal e.V. führte die Gruppe auf einem kleinen Wanderpfad entlang bunter Berg-Mähwiesen, artenreicher Hochstaudenfluren und der naturnahen Gimmlitz von der Illingmühle bis zur Weicheltmühle. Botanische Raritäten, wie das Breitblättrige Knabenkraut, eine wildwachsende Orchidee, die Bach-Nelkenwurz und die tiefgelb blühende Arnika, begeisterten mit einem wahren Farbenrausch. Unter anderem geben das seltene Zittergras, die Kuckuckslichtnelke, der Bärwurz und der kleine Klappertopf den Bergwiesen ihr dort typisches Gesicht. Mädesüß, Kohl-Kratzdistel und Sumpfhornklee wachsen auf den feuchten bachnahen Flächen. Groppe und Bachneunauge besiedeln den klaren, sich durch die Wiesen schlängelnden Bach. Sehr anschaulich informierte Herr Dr. Knauthe zu den botanischen und faunistischen Besonderheiten des Tales, faszinierte mit detailreichem Wissen um die Historie und vor allem Mühlengeschichte entlang der Gimmlitz. Nach drei Stunden Marsch in schönster Sommerwärme und einer kurzen Rast an der liebevoll restaurierten Müllermühle erreichten die Wanderer wieder den Ausgangspunkt Illingmühle.

Alle waren sich einig- dies ist ein magischer, zu jeder Jahreszeit interessanter Naturort.

Ines Thume, Marion Grabs

Projektkoordinatoren